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FREI.HEIT oder die Geschichte des Schmetter.Lings

Gestern habe ich mich an die Geschichte des Schmetterlings erinnert, der ich zum ersten Mal während einer YogaStunde lauschen durfte & welche mich so sehr an mich selbst & an meinen Weg aus der Essstörung erinnert hat.

 

Ich möchte die Geschichte des Schmetterlings gerne mit dir teilen. Vielleicht kennt du diese Geschichte schon?

Ich lade ein, auch in etwas  Be.Kanntem immer wieder, etwas Un.Be.Kanntes & Neues zu.entdecken...

 

 

Ein Mann beobachtete, wie ein Schmetterling versuchte durch die schmale Öffnung seines Kokons zu schlüpfen & sich dabei ganz schön abmühte. Der arme Kerl… 

Der Schmetterling kämpfte & kämpfte & kämpfte… 

…irgendwann – verspürte der Mann beim Zu.Sehen ein solches Mit.Leid, dass er beschloss, dem kämpfenden Schmetterling zu helfen. 

Er überlegte einen kurzen Moment…

…dann, holte er aus einer Schublade ein kleine Schere hervor & schnitt schliesslich ganz vorsichtig in die bereits schmale Öffnung des Kokons, sodass er, dem vermeintlichen Kampf des Schmetterlings ein Ende setzten konnte. Und der arme Tropf würde nun endlich von seinem Kampf befreit werden!

Durch die er.w e i t e r t e   Ö f  f  n   u   n    g    - konnte der Schmetterling nun schein.bar völlig mühe.los hinaus.fliegen…

 

…doch, was der Mann dabei beobachtete, ließ ihn erschrecken.

Denn der Schmetterling konnte gar nicht richtig fliegen. Statt mühelos & voller LebensFreude in der Luft zu schweben, stürzte er immer wieder auf den harten Boden herab. Und auch dort, konnte er sich nicht mal auf seinen eigenen Füssen halten… 

 

Der Mann erzählte einem Freund davon und wie er dem Schmetterling geholfen hatte. 

Der Freund antwortete ihm:

„Du hättest dem Schmetterling nicht helfen dürfen. Durch die schmale Öffnung im Kokon ist der Schmetterling gezwungen, SICH SELBST hin.durch.zu.zwängen. Erst dadurch, werden seine Flügel aus dem Körper gepresst & können so ihre WAHRE KRAFT ent.wickeln.

Wenn es der Schmetterling aus seinem Kokon geschafft hat, dann, kann er richtig fliegen.

Du hingegen hast im „diesen Teil“ des Schmerzes & der Anstrengung erspart. So hast du ihm zwar kurz.fristig geholfen, doch für sein Leben, hast du ihm nichts Gutes getan – im Gegenteil!“

 

 

Auch ich habe mich lange Zeit in meinem Kokon befunden. 

Ein Kokon, der sich immer fester um mich legte, mich einengte, mir die Luft zum Atmen nahm.

Ein Kokon, der mich mit der Zeit immer unflexibler & starrer werden lies. Sowohl auf körperlicher, als auch auf mentaler und auf der Ebene des Herzens. 

Ja, ich lebte da, in meinem eigenen kleinen Steffie.Kokon. Welcher mir Sicherheit bot, obwohl er drückte, schmerzte, zwängte, mich immer lebloser, kälter & steifer werden lies. Und dennoch fühlte ich mich darin so un.glaub.lich beschützt, behütet & wohl.

„Eigentlich gab es ja gar keinen Grund, sich aus der mittlerweile entstandenen ganz ganz ganz kleinen Öffnung nach Aussen zu schieben… 

Warum denn auch? 

Ausserdem wollte ich mich niemanden zeigen. 

Ich schämte mich für mein Aussehen. Ich hasste meinen Körper!

Ich schämte mich für „meine Art zu Sein“. Und ich machte mir viel zu viele Gedanken darüber, wie ich auf andere Menschen wirkte & was diese von mir dachten…

 

Und so beschloss ich, noch ein Weilchen in meinem wohligen Steffie.Kokon zu ver.weilen…

 

…bis… 

 

Ja, bis auch in meiner Schmetter.Lings.Geschichte, ein Mann, von Aussen betrachtet, sich „mein Leid ‚& meinen Kampf“ nicht länger mehr mit.an.sehen wollte.  

Mein Vater. 

 

Und so zückte dieser, seine imaginäre Schere & schnitt mit den Worten „wenn du dich jetzt nicht selbst aus dem Kokon drückst, dann nehme ich diesen & bringe dich damit eigenhändig in die Psychiatrie“ so tief in mich hinein, so tief, dass die mittlerweile viel zu enge, drückende & hauchfeine Hülle des Kokons aufplatze & ich, einfach hinaus.purzelte. 

Es ging alles so rasend schnell, dass mir gar keine Zeit blieb, die Flügel auszubreiten. Flügel? Welche Flügel? Für was waren die Dinger nochmals gedacht?

 

Und so taummelte ich für einige Momente völlig hilflos und verängstigt in der Luft umher, bis ich auf den harten Boden aufschlug. Und der Auf.Prall tat ganz schön weh. 

 

AUTSCH!

 

VERDAMMT! 

Ich war doch noch gar nicht bereit, mich den HERAUS.FORDERUNGEN des Lebens zu stellen. 

 

Ich war so wütend auf meinen Vater!

Und ich wünschte mich in den alten Steffie.Kokon zurück!!!

 

 

Das – war vor über 6 Jahren.

 

Hätte mir da mal jemand gesagt, was in dieser Zeit alles so passieren würde, welche Schichten ich noch an & und wieder ausziehen würde. Welche „vermeintlichen HimmelFahrtsKommandos“ da noch auf mich warten würden… 

Ich hätte mich nur umso fester &  mit aller Macht in den alten-gewohnten Steffie.Kokon wieder zurückgepresst. 

Weil ich verdammt nochmal ANGST hatte. ANGST davor nicht zu wissen, was kommt. Was wird. Ich hatte ANGST, vor MEINEN ENT.SCHEIDUNGEN. ANGST, etwas falsch zu machen. ANGST davor, für das was ich tue, abgelehnt & nicht geliebt zu werden. ANGST, zu VERSAGEN. ANGST davor, mein UM.FELD & MICH zu ENT.TÄUSCHEN. 

 

Doch was ich in all der ZEIT lernte und mich noch heute immer wieder daran erinnern darf, wenn ich selbst ab & an dazu neige andere Menschen von etwas be.freien zu wollen...mmhh...

 

NIEMAND, kann dir DEINEN Schmerz, DEINEN Herausforderungen, DEINE Hindernisse, DEINE HÜRDEN DEINES LEBENS abnehmen!

 

DU MUSST es für DICH er.fahren, er.leben, spüren.

Und dich wie der Schmetterling SELBST, durch diesen kleinen, feinen Kanal drücken! DICH BE.FREI.EN. Auch wenn du das Gefühl hast, da niemals durch.zu.kommen bzw. mittendrin einfach wie ein dicker.fetter Käfer stecken.zu.bleiben oder zu.er.sticken. 

Doch es ist der EIGENE PROZESS, der DICH weiter.bringt. Der DICH WACHSEN lässt, der DICH REIFEN lässt, der dich über.winden lässt & der dich unterstützt DEINE PERSÖNL.ICH.KEIT zu ent.wickeln. 

 

Sich zeigen zu dürfen & sich selbst mit all seinen Fehlern, seinen Kanten, seinen Rundungen, mit all seinen Stärken & all seinen Schwächen zu lieben. Voller Freude & Liebe zu sein, oder auch mal traurig & wütend. Ob mit einem Lächeln im Gesicht oder mit Tränen in den Augen.  

 

Ob du GROSS bist oder klein, egal welche Figur du hast, welche Farbe & Struktur deine Haaren haben. Ob du einen kleinen oder grosssen Busen hast, deine Augen grün oder blau sind. 

Welchen Beruf du ausübst, welchen Interessen du nachkommst. 

 

HEY! ES GIBT DICH DOCH NUR EIN EINIZIGES MAL AUF DIESER RIESSENGROSSEN WELT! 

 

Und auf dieser riessengrossenWeltKugel werden dir Menschen begegnen, wo du so SEIN KANNST, wie DU BIST. Wo du DEINE MASKEN fallen lassen kannst, wo es KEINEN KOKON braucht. Wo du dich ohne diese SchutzSchicht sicher & geborgen fühlst. 

 

Und – wo DU DIR ERLAUBST, dich zu ZEIGEN, mit all deinen Facetten. 

 

DEINEN KÖRPER, DEIN HERZ, DEINE ENERGIE & DEIN STRAHLEN wieder auf.leben zu lassen & zu.zu.lassen.

Das erfordert ganz schön viel MUT. DURCH.HALTE.VERMÖGEN, SELBST.VER.TRAUEN & vor allem SELBST.LIEBE.

 

Heiliges DonnerLittchen! Ich war ja FELSENFEST der ÜBER.ZEUGUNG dass ich diesen ganzen ESS.STÖRUNGS.SPUK innerhalb ein paar Tage wieder auf.löse...  Naja, daraus wurde wohl nichts... Denn das die ganze Sache dann doch noch ein paar Jahre dauerte, dass wollte halt zur damaligen Zeit nicht glauben... 

 

...umso wert.voller ist es, für diese teils wirklich #fuckingtime - einfach nur DANKBAR zu sein.

Dankbar, dass ich während dieser #fuckingtime - mit Yoga & Ayurveda in Be.Rührung kommen durfte und ich im JETZT&HIER in den Bergen leben darf...

 

...wie wunder.voll es doch ist, wenn DU plötzlich weist, dass du Flügel hast, die KRAFT.VOLL genug sind, dich zu tragen. Die dich fliegen lassen & DU DICH EINFACH FREI FÜHLST. 

 

Danke Papa.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Kathrin (Freitag, 01 Mai 2020 22:04)

    Danke für diese schönen Worte. Ich bin so dankbar, dass du diese schreckliche Zeit hinter dir lassen konntest. Deinen Kokon verlassen hast und uns jetzt mit deinem Licht das Leben erhellst. So dankbar, dich gefunden zu haben.
    Von Herzen.